Baumschlangen
  Krankheiten
 

Krankheiten


Bei den meisten
Krankheiten, ist unbedingt eine Quarantäne in einem sterilen Becken zu
empfehlen. Es genügen als Bodenrgrund Zeitungs- oder Küchenpapier.
Einrichtungsgegnstände sollten leicht zu reinigen sein und maximal aus einem
Versteck und einer Wasserschale bstehen. Nach dem Hantieren mit dem Tier oder am
Terraium sollten die Hände und alle Reinigungsutensilein desinfiziert oder
mindestens abgwaschen werden. Dies gilt vor allem, wenn andere Tiere oder auch
Kinder im Haus sind. Kurz gesagt: Absolute Hygiene ist angesagt.


Im Folgenden habe ich
nun der Vollständigkeit halber die häufigtsen Krankheiten aufgeführt, die
Reptilien betreffen können. Einige werden die im Terrarium gehaltene Schlange
wahrscheinlich nie betreffen, da sie nur in der freien Natur, also höchstens bei
Wildfängen mal vorkommen.

Ich bin kein Tierarzt, somit kann ich Euch
nicht umfassend über Behandlungsmöglichkeiten informieren. Solltet Ihr also ein
Problem mit Eurem Tier haben und hier nach einer Lösung suchen, kann ich Euch
nur im Interesse Eurer Schlange dringend anraten, im Zweifel einen Tierarzt
aufzusuchen. Unter Adressen findet Ihr eine Liste deutscher Tierärzte.
      
                                                                        
Die
Medikamentenliste dient ebenfalls lediglich der Information und der Kontrolle.
Mir selbst ist es schon passiert, daß ein Tierarzt mir ein falsches Medikamen in
viel zu hoher Dosierung mitgegeben hat. Dies führte fast zum Tod meines
Kornnatterbocks. Aus diesem Grund hilft Euch die Liste vielleicht ein wenig,
Euren Tierarzt besser zu kontrollieren. Gegebenefalls solltet Ihr ihn ruhig auf
Fehler ansprechen, auch wenn er dann vielleicht etwas zickig reagiert.


Parasiten:
Zecken, Blutegel, Plattwürmer

Alle diese
kleinen, blutsaugenden Parasiten werden im Normalfall nur auf Wildfängen zu
finden sein und sind wahrscheinlich jedem bekannt. Sie verlassen ihren Wirt,
wenn sie sich vollgesogen haben und sind selbst nicht weiter problematisch.
Allerdings übertragen sie andere Krankheiten, wie Fadenwürmer. Außerdem führen
Sie zu Häutungsproblemen.
2. Fadenwürmer, Protozoen


Die Larven dieser
Parasiten werden von Zecken übertragen. Sie leben in den Blutgefäßen und siedeln
sich in den Herzkammern an, wo sie erwachsen werden. Zu den Protozoen zählen
Hämogregarine und Flagellaten, die bei Befall Anämien
hervorrufen.



Fliegenlarven


Einige Fliegen legen
ihre Eier unter die Haut. Die Larven entwickeln sich und er-nähren sich vom
Gewebe des Wirtstieres. Die Folge sind nicht vernarbende Haut-myasen. Dies wird
vor allem bei Wildfängen der Fall sein.


Amöben und
Kokzidien


Diese Würmer führen zu
Appetitlosigkeit und Apathie, zu Durchfall und schließ-lich zum Tod. Die
gefährlichsten Vertreter sind die Spulwürmer. Sie leben im Ver-dauungstrakt der
Schlange und führen zu Erbrechen, Darmverschluß und -perforation. Da sie alle
ihre Eier in den Darmausgang legen, kann bei einer Kotuntersuchung unter dem
Mikroskop erkannt werden, ob und an welchen Parasiten das Tier leidet.


Kotproben von Quarantänetieren, oder
auch
      regelmässig von Tieren meines festen Bestandes, zur Kontrolle,
an
      folgendes Labor: 
http://www.exomed.de/


 


   Interessanter Link zum
Thema Innenparasiten/Cryptosporidien:

    http://www.biron.de/ta/cry/cryptosporidien.html


Rundwürmer


Sie werden auch als
Lungenwürmer bezeichnet und siedeln sich in der
Lunge an. Da sie das Gewebe
schädigen, können sie zu Lungenentzündung,
damit zu Atemnot und dem Tod
führen. Auch sogenannte Zungenwürmer, sie
sich im Rachen ansiedeln, können in
die Lunge wandern und dort schwere
Schäden
anrichten.



Milben


Milben treten meist
bei unsauberer Haltung auf. Sie setzen sich zwischen den Schuppen fest. Da sie
nachtaktiv sind, werden sie meist erst spät erkannt. Befallene Schlangen
scheuern sich an der Einrichtung oder baden häufig, die Milben schwimmen dann
auf der Wasseroberfläche.

Bei Befall hilft Permectrin, ein natürliches
Pestizid. Es ist für Reptilien unbedenklich, tötet aber die Milben und deren
Eier wirkungsvoll. Im Verhältnis 1:100 mit destilliertem Wasser ver-dünnt und in
eine Sprühflasche gefüllt, kann die Schlange und das Terrarium damit ordentlich
eingesprüht werden. Es gibt auch die verschiedensten Sprays im Handel. Über
deren Wirksamkeit ist mir nichts bekannt. Alles auswechselbare Material im
Terrarium, wie der Bodengrund, muß ausgetauscht und die Schlange in einem
Quarantänebecken gehalten werden, bis sie milbenfrei ist.



 

Link zu einen Interessanten Bericht: http://www.reptira.de/PDF_Dateien/parasiten_bei_reptilien.pdf

Hier mal ein Link mit
nützliches gegen die Milbe:


http://www.curtus.com/Berichte/Allgemein/die_schm.htm


 

 

Bakterien:


Schlangen sind sehr
resistent gegen Keime jeglicher Art. Allerdings sind sie bei physiologischen
Veränderungen, wie bei der Häutung beispielsweise, anfälliger dagegen.


Lungenentzündungen und
Infektionen der Atemwege


Werden durch Kälte und
Zugluft hervorgerufen. Sie äußern sich ähnlich wie beim Menschen durch Schleim
in Mund und Nase und röchelndes Atmen. Beim Röntgen erkennt man Schatten auf der
Lunge. Siehe auch Haltungsfehler.


Es kann sehr gut mit
F10 behandelt werden ( F10 unter Apotheke ) eine halbe std mit dem
Ultraschallvernebler am Tag



 


Entzündungen im
Magen-/Darmtrakt

Oft wird halbverdaute Nahrung erbrochen und der Kot ist
übelriechend.


Abzesse


Bisse von Futtertieren
können sich entzünden und dann zu eitrigen Wunden führen. Treten sie einfach so
auf, sollte man sie wie einen Pickel ausdrücken. In beiden Fällen sollte man
desinfizieren.



Maulfäule


Durch eine bakterielle
Entzündung im Rachenraum oder der Schleimhäute wird Maulfäule hervorgerufen. Sie
wird auch als Stomatitis bezeichnet. Voraus geht oft eine Verletzung durch einen
Kampf oder ähnliches. Ursachen können auch zu gleichmäßige Haltungsbedingungen
sein, wie monotons Futter oder zu geringe Tag-/Nachtunterschiede der Temperatur.
Die Maulfäule tritt also häufig als Sekundärinfektion auf.


In der Munschleimhaut
siedeln sich Bakterien an. Die Schleimhäute an den Zahnreihen röten sich,
schwellen an und das Tier hat käsigen Ausfluss. Nach einem Abstrich beim
Tierarzt kann der verursachende Bakterienstamm analysiert werden. Der Rachenraum
muß dann täglich mit einer desinfizierenden Lösung betupft werden. Oft führt
diese Krankheit zum Tod, deshalb ist bei Verdacht unbedingt ein Tierarzt
aufzuschen.


Als erstes muss natürlich wieder festgestellt werden, welche Bakterien für
die Erkrankung verantwortlich sind und auf welches Antibiotikum sie ansprechen.
Das heißt also: Abstrich nehmen, einschicken und Resistenztest mit Antibiogramm
machen lassen.


Es kann mit 2 mal am Tag mit Teebaumöl oder Beterisadona ausgestrichen
werde.


Es kann auch mit F10 ( alles über F10 unter Apotheke )im
Ultraschallvernebler eine halbe Stund am Tag vernebelt werden.


Bein hartnäckigen Mundläule:


Anschließend muss der befallene Bereich mit 3 Wasserstoffsuperoxid Lösung
gereinigt und das Antibiotikum zusätzlich zu den Injektionen noch örtlich
aufgetragen werden. Es ist unerlässlich, dies bis zum völligen Abheilen
fortzuführen. Zusätzliche Gaben von Vitamin A (hier die empfohlene Dosierung
keinesfalls überschreiten!) und C unterstützen den Heilungsprozess.


In besonders hartnäckigen Fällen kann auch 30 Wasserstoffsuperoxid Lösung zur
Anwendung kommen. Sie feuchten ein Wattestäbchen damit an und streichen mit
diesem  über den befallenen Bereich. Diese schwache Säure darf nur für wenige
Sekunden auf das erkrankte Zahnfleisch einwirken, danach muss sofort mit viel
klarem Wasser nachgespült werden. Auch hier kommt anschließend noch ein
Antibiotikum lokal zur Anwendung.


Das „verseuchte“ Gewebe wird weggeätzt. Wir raten sehr dazu, dies von einem
Tierarzt durchführen zu lassen, da so ein Eingriff schon fast chirurgischen
Charakter hat.


Der Vorteil dieser Methode ist, dass das infizierte Gewebe zusammen mit den
krankheitserregenden Keimen gründlicher entfernt wird als mit jeder anderen
Methode.



 

 

Tuberkulose


Durch Knoten und
Geschwüre auf der Haut kann man Tuberkulose erkennen. Die inneren Organe werden
langsam zerstört. Meist ist sie kaum zu behandeln.



Salmonellose


Symptome sind manchmal
nicht zu erkennen. Sie kann nur durch die Untersuchung einer Kotprobe erkannt
werden. Bei Verdacht unbedingt überprüfen, da auch der Mensch betroffen sein
kann.



Haltungsfehler:


Vitaminmangel

Falsche und einseitige Ernährung führt
zu Vitaminmangel. Bei der Schlange wird Vitamin D u. a. durch das Licht erzeugt.
Ein Mangel an Vitamin A führt zu Augenschäden, Vitamin B-Mangel zu
Ver-dauungsstörungen und Lähmungserschei-nungen, Vitamin D-Mangel zu rachitschen
Erscheinungen, Knochenbrüchen usw. Dieser Vitaminmangel tritt bei erwachsenen
Kornnattern gewöhnlich nicht auf, wenn die Futtertiere entsprechen gut ernährt
wurden. Jungschlangen können durch das Wachstum aber einen vermehrten
Vitaminbedarf haben, der durch die Nahrung nicht gedeckt werden kann. Hier kann
einem Mangel mit zusätzlichen Vitamingaben in oder auf dem Futter vorgebeugt
werden. Entsprechende Präparate kann man im Tierhandel kaufen.


Vitaminüberschuß


Dadurch können
Störungen der inneren Organe, bis hin zu Blutungen hervorgerufen werden. Sehr
schwer heilbar.


Häutungsschwierigkeiten


Manchmal sind sie ein
Zeichen, daß die Schlange krank ist. Oft sind sie aber nur die Folge einer zu
trockenen Haltung.


Erkältungen


Durch Zugluft, z. B.
hervorgerufen durch ungünstig angebrachte Lüftugsschlitze in einem ungeeigneten
Terrarium können sich auch Schlangen erkälten. Aber auch bei zu kaltem
Badewasser, großen Temperaturschwankungen oder zu viel Feuchtigkeit treten
solche Erkrankungen auf. Die Tiere bekommen Nasenfluß und Röcheln beim Atmen. In
einem frühen Stadium hilft Eukalyptusöl auf der Brustpartie der Schlange. Später
nur noch Antibiotika. Siehe auch Bakterien.


Verfettung


Schlangen haben
prinzipiell immer Hunger. Werden sie zu viel gefüttert, können sie verfetten,
was die Lebenserwartung verkürzt. Das Beispiel auf dem Bild ist sehr extrem und
nicht unbedingt typisch, zeigt aber deutliche Fettbäulen nach einer Eiablage.
Grundsätzlich kann man sagen, eine Kornnatter ist dann zu fett, wenn sich ihr
Kopf nicht mehr deutlich vom Körper abtrennt. Achtung: Beulen oder ähnliches
können auch ein Zeichen für Parasiten sein.



Überbesatz

Kleine
Terrarien mit viel zu vielen Tieren führen zu Stress und dieser wiederum zu dem
unterschiedlichsten Krankheiten.

ige:

Verhaltenstörungen

Es gibt Kornnattern,
die sich selbst fressen. Dieses Verhalten ist nicht erforscht und tritt sehr
selten auf. Es ist aber so spektakulär, das es hier erwähnt werden
sollte.

Pilzerkrankungen


Pilze
entstehen durch zu feuchte Haltung. Nur ein Tierarzt kann den Pilz
spezifi-zieren und eine Be-handlung vorschlagen. Wichtig ist die Überführung in
ein Quarantäebecken und eine trockene
Haltung.


IBD


IBD
wird umgangssprachlich als "Schlangen-AIDS" bezeichnet. Es ist eine chronisch
entzündliche Darmerkrankung, die sich aber auch auf das zentrale Nervensystem
auswirkt und deren Ursache vor allem von einer gestörten Immunreaktion her
rührt. Sie dauert zwischen mehreren Wochen und Monaten an, bis das Tier
verendet.


 
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