Baumschlangen
  Körperbau
 

Der Körperbau


 


 


Im gegensatz zu dem was häufig
angenommen wird, ist die Haut einer Schlange nicht feucht und glitschig, sondern
eher trocken und samtig. Die obere Schicht der Haut enthät keratinhaltige
Zellen, die bei der Hätung abgestoßen werden. Die zweite Schicht ist eine
flexible Hornschicht. In der darunter liegenden Lederhaut befinden sich Nerven,
Blutadern und Pigmentzellen, die der Schlange Ihre Farbe geben. In der Untehaut
kann die Schlange Fettreserven lagern, die sich überwiegend im Schwanz
befinden.


Schlangen besitzen weder Poren
in Ihrer Haut noch Schweißdrüsen. Daher müssen Sie zu große Körperaufheizung
durch angepasste verhaltensweisen verhindern. Wie bei allen Reptilien wächst die
Haut einer Schlange nicht mit wenn Sie wächst. Sie muß also von Zeit zu
Zeit "aus Ihrer Haut fahren". Dieser vorgang wird durch einen chemichen Prozess
eingeleitet: Zwischen der alten und der neuen Haut sammelt sich eine trübe
Flüssigkeit. Diese lässt Haut und Augen der Schlange trüb aussehen. Dieses
aussehen hat die Schlange dann ca. 7-14 Tage bevor die Haut wieder klar wird.
Dann dauert es noch ca. 2-5 Tage bis die Schlange Ihre Haut wie eine Socke
abstreift (nach links). Hierzu reibt die Schlange Ihren Kopf an z.B.: einem
Stein. Gleichzeitig reisst Sie Ihr Maul weit auf(sieht ein wenig aus als würde
Sie gähnen) um die Haut am Kopf zum platzen zu bekommen.


 


 

 


 


Das
Skelett


 


 


 


Da Schlangen keine
Extremitäten(also Beine und Arme) besitzen besteht Ihr Skelett nur aus
Wirbelsäule, Rippen und Schädel. Bei primitiven arten findet man noch
verkümmerte Oberschenkelknochen. Da eine Schlange sehr viele Wirbel hat kann Sie
sich sehr elastisch bewegen. Die starken und Robusten Rippen sind mit den
wirbeln verbunden. Ein Brustbein besitzen Schlangen nicht. Alle Rippen sind frei
beweglich, der Brustkorb ist sehr dehnbar, wodurch eine Schlange wesentlich
größere Beutetiere verschlingen und verdauen kann.


 


 

 

Der
Schädel


 



 


 


Eine besonderheit des
Schlangenschädels ist das er keine Schläfenknochen besitzt. Desweiteren ist der
Unterkieferknochen entgegen dem Rest des Schädels extrem
beweglich(Schädelkinematik). Der Oberkiefer auf dem die Zähne sitzen ist im
gegensatz zum Unterkiefer nicht mit dem Quadratbein verbunden. Das Quadratbein
kann sich bis in die Waagrechte drehen und ermöglicht der Schlange so den Mund
sehr weit zu öffnen. Dadurch sind Schlangen in der lage Beutetiere zu
verschlingen die größer als Ihr Kopf sind.


 


 

 


Das Nervensystem
und die Sinnerorgane


Hirn und
Rückenmark:


Das Gehirn eine Schlange ist
relativ klein(z.B.: im gegensatz zu Vögeln oder Säugetieren). Das Kleinhirn, das
sich direkt hinter dem Großhirn befindet, steuert den Gleichgewichtssinn und die
Bewegungskoordination. Das im Wirbelkanal liegende Rückenmark kann, bedingt
durch die größe einer Schlange, bis zu 100 mal länger sein. Ein Großteil der
reflexe geht von eben diesem Rückenmark aus. Dadurch kann es also eine ganze
Reihe von bewegungsabläufen selbst ausführen. es genießt also eine art Autonomie
gegenüber dem Gehirn. So kann z.B.: eine geköpfte Schlange sehr komplexe
Bewegungsabläfe durchführen.


 


 

 

Das
Gehör


Wie die meisten Amphibien
besitzen Schlangen kein Aussenohr und Ihr Mittelohr ist stark verkümmert. Das
Innenohr unterscheidet sich aber kaum von dem anderer Wirbeltiere. Die
halbkreisörmigen Bogengänge regeln den Gleichgewichtssinn. Die Schnecke dient
dem Hörvorgang obwohl Forschungen die beweisen sollten das Schlangen mit Ihrem
Innenohr hören können nur unzureichende ergebnisse lieferten.


 


 

 


Der
Geruchssinn


Die Basis der
Geruchswahrnehmung ist ein Riechorgan, mit dem die Wand Nasenhöhle ausgekleidet
ist. Wie gut eine Schlange riechen kann, ist schwierig zu bestimmen, da meist
andere Sinnerwahrnehmungen wie visuelle oder nasovomerale Eindrücke parallel
verarbeitet werden.


 


 

 


Der nasovomerale
Sinn


 



Oft wurde der
nasovomerale Sinn in verbindung mit dem geruchssinn gebracht, allerdings
unterscheidet sich dieser von der Art der Stimmulierung und des Nervenzentrums.
Die zweigeteilelte Zunge der Schlange nimmt flüchtige Moleküle auf und führt
diese zum so genannten nasovomeralen oder auch Jakobschen Organ. Diese Organ
liegt in der Nasenhöhle und öffnet sich mit  2 Ausführungsgängen zur Mundhöhle.
Darunter befindet sich die zweigespaltene Zunge. Die Sinneszellen des Jakobschen
Organs reagieren dann auf den kontakt mit den Molekülen indem sie Reize zum
Gehirn senden. Dieser Sinn hilft den Schlangen hauptsächlich bei der ortung
Ihrer Beutetiere und erleichtert auch den kontakt zur eigenen Rasse. Bei der
Partnersuche spielt das Jakobsche Organ eine ganz besondere Rolle. So konnten
bei Männchen Sexualhormone festgestellt werden, die auf die mit Ihrem Sinn
verbundene Gehirnstruktur einwirken.


 


 

 



Das
Sehvermögen


 



 


Trotz der wichtigkeit des 
nasovomeralen Sinnes dominiert bei Schlangen das Sehvermögen.Eine ausnahme
hiervon bilden nur die Wühlarten, bei denen der Sehsinn fast vollständig
verkümmert ist. Das Sehfeld einer Schlange ist sehr breit. Es beträgt ca. 140°
bei einer überdeckung der Augen von 45°. Das Auge ist in der Lage sich auf
entfernungen einzustellen. Tagaktive Schlangen (z.B.: die Ringelnatter) können
Farben erkennen. Sie haben eine runde Pupille, wohin gegen die meisten, da
nachtaktive, Schlangen senkrecht stehende Sehschlitze haben. So wichtig wie der
Sehsinn auch ist reicht dieser aber für den normalen Wahrnehmungsprozess des
Tieres nicht aus. Ein weiterer wichtiger Sinn ist der Temperatursinn.


 


 

 


Der
Temperatursinn


Schlangen können
Temperaturunterschiede "sehen". Es ist Ihnen möglich Infrarotstrahlung von z.B.:
einem Beutetier wahrzunehmen. Die Art wie diese Strahlung aufgenommen wird ist
von Art zu Art unterschiedlich. Bereits Temperaturschwankungen von 0,003°
reichen aus um ein entsprechendes Signal an das Gehirn zu leiten.


 


 

 


Der
Giftapparat


 



 


Im wesentlichen besteht der
Giftapparat einer Schlange aus zwei drüsen, die das Gift synthetisieren und ein
Einspritzsystem, das aus zwei hakenförmigen Giftzähnen besteht. Über diese kann
das Gift tief in das Gewebe des Beutetiers oder des Angreifers injiziert werden.
Schlangengifte bestehen aus einem komplexen Proteingemisch. Dabei handelt es
sich um Toxine (Gifte), die für die tödliche Wirkung verantwortlich sind, um
Substanzen, die teilweise erhebliche biologische auswirkungen haben aber nicht
tödlich sind und um Enzyme, die eine wichtige Rolle bei der Verdauung der Beute
spielen. Einige Enzyme des Schlangengiftes werden mittlerweile als nützliche
Medikamente verwendet.


Über die chemie der
Schlangengifte erfahrt Ihr etwas weiter unten mehr)


 


 

Herz und
Blutkreislauf


 


Der BLutkreislauf
unterscheidet sich mit Ausnahme der Länge kaum von dem anderer Reptilien.
Schlangen besitzen nur eine Herzkammer. Sie ist im Körper relativ weit hinten
angeordnet. Die Herzfrequenz liegt bei ca. 20-70 Schlägen pro Minute. Die
meisten Schlangenarten verfügen nur über eine Hauptschlagader. Dafür besitzen
Sie mehrere Eingeweideschlagadern wie z.B. die Lymphgefäße die den Darm mit
nährstoffreichem Blut versorgen.


 


 

 


Fortbewegung


Zwei- und Vierbeinerstoßen
sich mit Ihren Gliedmaßen am Boden ab. Die Schlange hingegen drückt jeden teil
Ihres Körpers an den Boden um sich fortzubewegen. Ihr Bewegungsapaprat ist die
gesamte Wirbelsäule, Ihre Muskeln und die Haut. Man unterscheidet bei Schlangen
zwischen 3 Fortbewegungsarten:


1. Seitliches
Verrutschen:


Beim seitlichen verrutschen
liegt der Kopf der Schlange tief am Boden. Von ihm aus geht eine Wellenbewegung
in den Schwanz, die dann wieder sofort zurückgegeben wird. Da dieser
Bewegungsablauf sehr energieaufwendig ist wird sie nur in Notsituationen
eingesetzt.


2.
Zieharmonikakriechen:


Hierbei sieht der Körper der
Schlange wirklich wie eine Zieharmonika aus. Für diese Fortbewegungsart wird der
hintere teil des Körpers angezogen, dieser stösst dann den vorderen teil des
Körpers ab. Schlangen benutzen diese Bewegungsart oft in Rohren oder auf ebenen
Flächen.


 


3. Das
Seitenwinden:


Diese Form der Bewegung wird
gerne auf heissen oder rauhen Oberflächen angewandt. Hierbei bewegt sich die
Schlange so das nur Zwei Stellen Ihres Körpers den Boden berühren. Das
Ausrichten von Körper und Kopf läuft seitlich zur Bewegungsrichtung. Diese
Bewegung findet nur wenige milimeter über dem Boden statt, sodass man den
Eindruck hat, die Schlange würde schweben.


 


 

 


Wie bereits oben erwähnt gehe
ich hier nun etwas näher auf die Chemie der Schlangegifte und Ihre Wirkung bei
Beutetieren oder Menschen ein. Dies ist ein sehr wissenschaftliches und für
viele von euch wahrscheinlich auch  sehr langweiliges Thema. Es soll jedoch der
vollständigkeithalber hier auch aufgeführt werden.


 


Die Chemie der
Schlangengifte


Schlange gehören zu den
bekanntesten "giftigen Tieren" auf der Welt. Obwohl lange nicht alle Schlangen
giftig sind, gibt es in allen Familien der Ordnung Serpentes (Schlangen) giftige
Vertreter. Einige verfügen mit über die effektivsten Gifte der Tierwelt, bei
anderen Arten verwendet die Pharmaindustrie Bestandteile der Gifte für
Medikamente. Was macht nun die biologische Wirkung von Schlangengiften aus? Das
ist insgesamt ein sehr komplexes Thema; einige chemische Aspekte finden sich
hier.


Ander als Planzen und Tiere
anderer Gruppen, die vorrangigzum Schutz vor Freßfeinden Giftstoffe
besitzen
- für die schon
verhältnismässig "einfache" organische Moleküle (Ameisensäure,Alkaloide) mit
unspezifischer schädlicher Wirkung genügen - setzen Giftschlangen ihre Gifte als
Hauptwaffen beim Beutefang ein. Ziel ist es dabei eine möglichst schnelle und
vollständige Lähmung des Beutetiers (ohne dieses, wie andere Schlangenarten zu
erwürgen). Um eine solche gezielte Wirkungsweise auf den Organismus effektiv zu
erreichen, muß der Wirkstoff im hohen Maße spezialisiert sein und an genau
bestimmten Orten im Körper angreifen. Die im folgenden dargestellten
Angriffsmöglichkeiten gehören dabei zu den häufigsten.


 

 


1.Chemische
Synapsen


Alle durch Nervenimpulse
gesteuerten Muskeln verfügen über eine Kontaktstelle (Synapse) zwischen
Nerv und Muskulatur. Während die Leitung der "Befehle" im Nerv durch elektrische
Impulse erfolgt, dienen an dieser Schaltstelle organische Moleküle als
Überträger, die aus der Nervenzelle freigesetzt werden können und dann bei Ihrer
Aufnahme durch die Muskelzelle eine Reaktion verursachen. Solche Stoffe nennt
man Neurotransmitter. Diese Substanzen werden also aus dem inneren der
Nervenzelle entlassen, durchqueren den Raum zwischen den Zellen
(synaptischer Spalt) und treffen dann auf die Rezeptoren der
Muskelzelle, wo sie einen Reiz auslösen, der zur Muskelkontraktion führt. Im
Synaptischen Spalt befinden sich jedoch Enzyme, die die Transmittermoleküle
spalten und damit eine unaufhörliche Reizung der Muskelzelle beenden. Die
desaktivierten Spaltprodukte werden von der Nervenzelle wieder aufgenommen.
Einer für solche Synapsen typischer Neurotransmitter ist das
Acetylcholin. Es handelt sich um einen Ester (Essigsäure-Cholin-Ester),
ein Kondensationsprodukt aus einer Säure und Alkohol. Das Molekül kann umgekehrt
unter verbrauch von Wasser gespalten werden (Hydrolyse). Dafür ist ein
Katalysator notwendig, im Fall der Neurotransmitter erfolgt die Hydrolyse durch
Enzyme (hier z.B. Acetylcholinesterase).  Wird ein Beutetier z.B. von einer
Sandotter (Vipera ammodytes) gebissen, gelangt der von der Schlange
freigesetzte Giftstoff (in diesem Fall Ammodytox) nun in den synaptischen Spalt
und hindert so die Nervenzelle an der Freigabe von Acetylcholin. Es kann dann
überhaupt kein Reiz mehr an den Muskel weitergeleitet werden, was zur
vollständigen Lähmung des Beutetiers führt. Diese Gifte, die sich an die Menbran
der Nervenzelle heften heißen ß-Neurotoxine.


Wenn umgekehrt die
Ausschüttung des Transmitters erzwungen wird, ist der Muskel einem Dauerreiz
ausgesetzt und zieht sich zusammen. Solche Gifte (Dendrotoxine) führen
zu krämpfen. Sie finden sich z.B. im Gift der Mambas
(Dendroaspis).


Auch die Menbran der
Muskelzelle mit den Rezeptoren kann als Anriffspunkt dienen. Diese Neurotoxine
heften sich an den Acetylcholin-Rezeptor, blockieren diesen und stoppen so die
Reizweiterleitung auf dieser Seite. Beispiele hierfür sind die Gifte der
Bungar-Arten und das Cobratoxin.


Für alle genannten Wirkstoffe
kommen nur Enzyme und andere Polypeptide in Frage. Ihre Molekulare
Zusammensetzung ist äußerst komplex


 


 


2.Muskeldegeneration


Neben dem Eingreifen in den
Signalübertragunsprozess, was zur Lähmung der Muskeln oder aber zu deren
dauerhaften Kontraktion (Krämpfe) führt, gibt es einen weiteren effektiven Weg,
den Organismus des Beutetiers massiv zu schädigen: die unmittelbare Zerstörung
der Muskelzellen selbst.


Die Hülle aller Zellen, die
Zellmembran besteht generell aus Phospholipiden. Dabei handelt es sich
um eine bestimmte Verknüpfungsform aus einer Phosphatgruppe mit einem variablen
Rest und einem Glyceringrundkörper, an den zwei Fettsäuremoleküle gebunden sind.
Bei Phospholipiden sind die einzelnen Gruppen wiederum durch Ester-ähnliche
Bindungen verknüpft. In dieser Form werden sie auch von den Zellen aus
niedermolekularen Komponenten synthetisiert. Im umgekehrten Weg können mit Hilfe
von Enzymen und H²O die Phospholipidmoleküle zerlegt werden. Als Produkte
enstehen dabei - je nachdem, welche und wieviele Ester-Bindungen hydrolisiert
werden - Bruchstücke und im Extremfall alle einzelnen Komponenten. Die
beteiligten Enzyme heißen Phospholipasen. Die Membran einer Zelle wird durch
eine so zerstörerische Reaktion stark geschädigt. Solche Gifte zersetzen also
unmittelbar die Muskelzellen selbst und werden (zusammen mit gewissen, nach
anderem Mechanismus arbeitenden muskelschädigenden Giften) als Myotoxine
zusammengefasst. Diese Phospholipasen sind in den meisten Giften enthalten und
ergänzen die toxische Wirkung anderer Giftbestandteile. Als besondere Form sind
die Cardiotoxine zu nennen; sie funktionieren nach dem selben Muster, greifen
aber nur bestimmte Zellen, z.B. die des Herzmuskels, selektiv an, lösen diese
auf und führen zum Herzstillstand.


 


 


3.Andere
Giftwirkungen


Bei Schlangenbissen stellen
sich in der Regel neben der Lähmenden und muskelschädigenden Wirkung
verschiedenste andereSymptome ein:


Die Blutgerinnung kann gestört
oder fast ganz unterbunden werden, oder es kommt zu Thrombosen; wenn Blutgefäße
durch Myotoxine geschädigt werden, kommt es zu Anschwellungen und inneren
Blutungen; der Kreislauf kann schwer beeinträchtigt werden. Für all diese Fälle
sind ebenfalls komplexe enzymatische Mechanismen wie in den besprochenen
Wirkungen verantwortlich. Dazu kommen Sekundärwirkungen, wie z.B. Blutarmut oder
Überlastung der Nieren, Fieber, Übelkeit, im weitesten Sinne Folgen der Reaktion
des Körpers auf die ausgelösten Störungen.


 


 


Gefährlichkeit von
Giftschlangen:


Bei der Beurteilung von
Giftschlangen darf ein Punkt nicht übersehen werden: Die Beutetiere für
Schlangen sind in aller Regel kleinere Tiere, Frösche, Vögel, Kleinsäuger,
andere Schlangen etc. Auchder Beißmechanismus der Schlange spielt eine große
Rolle; für eine gefährliche Wirkung ist nicht so sehr die Toxizität des Giftes,
sondern die Effizienz der Giftzähne und der Injektion in bestimmte Stellen
ausschlaggebend. Deshalb sind längst nicht alle Arten für den Menschenin
gleichem Maße gefährlich. Bestimmte Gifte führen beim Menschen schlimmstenfalls
zu mehrtägigen Nachwirkungen. In manchen Fällen bleiben dauerhafte Schäden
zurück. Für viele Schlange sind heute Antiseren bekannt, die, rechtzeitig
verabreicht, die folgen eines Bisses verhindern können. Solche Seren werden aus
körpereigenen Abwehrstoffen z.B. von gebissenen Pferden gewonnen. Jedoch gibt es
immer noch zahlreiche Todesopfer durch Schlangenbisse, z.B. ca. 12000 Tote pro
Jahr in Indien. Zu bedenken ist dabei aber, das dort durch mangelnde
Hygienestandards Ratten - und damit als Jäger die Schlangen - in Städten
auftreten, und zugleich die optimale medizinische Versorgung nicht garantiert
ist; in den USA dagegen (trotz ungefähr gleichem Vorkommen an giftigen
Schlangen) ist die Zahl der Todesopfer minimal. In Deutschland kommen nur zwei
giftige Schlangen vor: die bekannte Kreuzotter (Vipera Berus) und ihre
noch seltenere Verwandte, die Aspisviper (Vipera Aspis). Nach
Expertenmeinung kann ein Biss der Kreuzotter jedoch nur für kleine Kinder
lebensbedrohend sein. Eine echte Gefahr geht im Grunde in Mitteleuropa von
schlangen nicht aus, die außerdem sehr schau und empfindlich sind und - sofern
nicht unmittelbar erschreckt, durch Darauftreten, Reizen usw. - im allgemeinen
mit Flucht reagieren.   


 


 


 


Hier nun will ich etwas
genauer auf meine Schlange eingehen:


Epicrates


als Epicrates werden die
sogenannten Schlankboas bezeichnet. Schlankboas sind im gegensatz zu anderen
Boaarten (z.b.:Boa Constrictor) wesentlich kleiner und dünner. In der Regel
werden diese Schlangen ca. 120-150 cm lang obwohl auch schon Tiere mit 180 cm
gemessen wurden(meine schlange ist ca. 170 cm lang). Ihr verbreitungsgebiet
ist Zentral- und Südamerika in der Karibikregion. Es sind Nachtaktive Tiere die
sowohl auf Bäumen als auch auf dem Boden leben. Zu den bekanntesten Arten der
Gattung Epicrates gehören die Regenbogenboas (Epicrates Cenchria) die auch
hierzulande erfolgreich im Terrarium gehalten und gezüchtet werden. In der
unterart der Regenbogenboas sind hier wohl die Braune oder auch Kolumbianische
Regenbogenboa(Epicrates Cenchria Maurus) und die Rote Regenbogenboa(Epicrates
Cenchria Cenchira) zu nennen.Als Jungtiere ähneln sich die Braune und Rote
Regenbogenboa sehr. Im laufe der Zeit verliert die Braune jedoch Ihr
Fleckenmuster sodass die Tiere fast einfarbig Braun erscheinen. Regenbogenboas
sind sehr ruihge und ausgeglichene Schlangen und werden daher von vielen
Züchtern als die "perfekte Anfängerschlange" bezeichnet obwohl ich persöhnlich
sagen muß das Reptilien generell nicht in die Hände von Menschen gehören die
sich vorher nicht genau mit der Haltung dieser Tiere ausenander gesetzt
haben(Ich selbst kam durch zufall zu meiner Schlange und war snfänglich mehr als
nur überfordert). Auffallend an diesen Tieren sind die irrisierenden
Hautschuppen, die Die Schlange, je nach Blickwinkel und Lichteinfall in
schillernden Farben erscheinen lassen.Dies brachte Ihnen auch Ihren Namen ein.
Wie die meisten Riesenschlangen erreicht auch die Regenbogenboa ein sehr hohes
Alter. 20-24 Jahre alte Tiere sind bekannt. Man sollte sich also vor dem Kauf
darüber im klaren sein das man diese Tier sehr lange hat.


 


ERNÄHRUNG


ein, für den "normalen
Haustierhalter", sehr heikles Thema ist die Ernährung bzw. das Füttern der
Schlange. Zugegeben war ich anfänglich auch sehr skeptisch ob ich es über´s Herz
bringe eine süsse kleine Maus zu verfüttern, gerade auch deshalb weil ich selbst
Mäuse als Haustiere halte. Allerdings habe ich mich sehr schnell daran gewöhnt
zwischen Haus- und Futtertieren zu unterscheiden.Regenbogenboas fressen kleine
Nager wie z.b.: Mäuse und Ratten. Bei letzteren ist allerdings vorsicht geboten
da sie sehr agressiv im Todeskampf sind(leider musste ich das vor kurzem auch
feststellen). Auch kleine Kücken werden nicht verschmäht. In der Regel langt es,
je nach größe des Futtertiers, alle 2-3 Wochen zu füttern. Täglich frisches
Wasser sollte selbstverständlich sein.


 


Terrariumhaltung:


Regenbogenboas benötigen ein
sehr geräumiges Terrarium. Die breite des Terrariums sollte der Länge der
Schlange entsprechen,obwohl ich das übertrieben finde da Epicrates sich in so
einem Terri verlieren würden(mein Terri hat ca. 130x60x80). Obwohl Epicrates
nicht oft klettern, sollte doch ein entsprechender Ast vorhanden sein. Die
Temperaturen sollten ca. 26-27°C am Tag betragen bei Nacht sollte dieser Wert um
ca. 5°C gesenkt werden. Die Luftfeutigkeit sollte ca. 70-80% betragen.Ein großes
und flaches Wassergefäß sollte vorhanden sein da diese Schlangen gerne Baden(im
gegensatz zu meiner aber man soll di ehoffnung nie aufgeben). Die nötigen
Temeraturen erzielt man am besten mit Hitze von oben(Elbsteinstrahler,
Heizstrahler) da Epicrates Hitze von unten(Heizmatten, Heizkabel) schlecht
vertragen. Eine Bepflanzung ist durchaus möglich, notwendig ist sie jedoch
nicht. Ausserdem gibt es nur wenige Pflanzen die eine so hohe Luftfeuchtigkeit
über einen längeren zeitraum vetragen können. Ich selbst versuchte aus optischen
gründen mein Terrarium zu bepflanzen. Als ich tags darauf reinschaute hatte mein
Schlangen die Pflanzen aus Ihren Töpfen geworfen und sich selbst in die
Blumenerde eingegraben. Es schaute nur noch der Kopf heraus und Er genoss die
feuchte Erde sichtlich.


(Quelle:epicrates.de, hausarbeiten.de , Schlangen von
Roland Baushot Welbtildverlage 1998 , Zoologie von R. Wiehner,W.
Gehring Thieme Verlag 1995 , Gifttiere von G. Habermehl Springerr
Verlag 1994)


 


 


 


 


dies ist also mein kleiner
Fratz. Was dort unten am Wassergefäß hängt ist ein rest Haut von der letzten
Häutung die kurz vor dieser Aufnahme gemacht wurde. Direkrt nach der Häutung
schimmert die Epicrates in allen möglichen Farben. Es ist wirklich ein sehr
schönes Tier und mein ganzer Stolz. Ich versuche schon seit längerem ein
passendes Weibchen für Ihn zu finden, dies hat sich jedoch als so gut wie
unmöglich herausgestellt. Also wird´s wohl nix mit der Paarung...*schnief* aber
ich werde nicht aufgeben.....


Ich möchte hier noch ganz
herzlich der Renate danken, das Sie mir so geduldig geholfen hat als ich nicht
mehr weiter wusste. Solltet Ihr mehr über diese einzigartigen Tiere erfahren
wollen, kann ich euch Ihre Seite wirklich ans Herz legen.


 
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